Gerd de Bruyn
Neues aus Liliput
Reime und Bilder
Die in diesem Büchlein versammelten Gedichte und Kreidedrucke verstehen sich als praktischer Beitrag zur Idyllentheorie. Liliput ist ein hübscher Flecken, bevölkert von kleinen Leuten, die am laufenden Band Gedichte schreiben und damit um sich schmeißen. Gerade in der Idylle geschieht ja bisweilen Schreckliches. Man kennt Menschen, die wundert das nicht. Sie verweisen darauf, dass Idylle und Hölle mit Doppel-l geschrieben werden.
Gebundene Ausgabe mit Fadenheftung, Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN: 978-3-928249-76-8
116 Seiten, 19 x 12 cm – 28,00 €
116 Seiten, 19 x 12 cm – 28,00 €
Edition Staub im SKRIPT-Verlag 2016
Taschenbuchausgabe
ISBN: 978-3-928249-81-2
116 Seiten, 19 x 12 cm – 12,00 €
116 Seiten, 19 x 12 cm – 12,00 €
Edition Staub im SKRIPT-Verlag 2017
Gerd de Bruyn wurde 1954 in Köln geboren und verbrachte sein halbes Leben in Frankfurt am Main. Heute lebt er in Tübingen und lehrt Architekturtheorie an der Universität Stuttgart. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten verfasste er auch Essays für den Deutschlandfunk, Hör- und Theaterstücke, den Gedichtband „denken: body, sprechen: poe“ (2010), die Reimerzählung „Die Brandstifter von Dünkelkirchen“ und den Romanessay „Das artemisianische Prinzip“ (beides 2014 in der Edition Staub erschienen).
Rezensionen:
Kundenrezension bei amazon zu Gerd de Bruyn:
„Neues aus Liliput”
Von Kabau52 am 25. Oktober 2016
Habe mir nach der Erzählung “Das mächtige Häuflein” auch den Gedichtband von Gerd de Bruyn gekauft und finde den, obwohl ich dem “Häuflein” schon fünf Sterne gab, fast noch besser. Das ist wie eine Mischung aus Wilhelm Busch und spätem Ernst Jandl. Eine kuriose Gemengelage aus hoher Ambition mit oft sehr trivialen Ausgängen. Aber das scheint gewollt, so als würde man im Schlamm stehen und zu den Sternen aufblicken. Alles in einem schwer zu beschreibenden Ton aus Bräsigkeit, hartem Reimschema und anzüglichen Blitzlichtern. Irgendwie: moderne Gartenlaube.
Das Reimen erfolgt nach dem Motto “Reim dich oder ich fress’ dich”, was in seiner Konsequenz kuriose Sinn- und Themenumschwünge von einer Zeile zur anderen erbringen kann. Themen gehen von ziemlich klein bis ganz klein, wenngleich immer mal ein großer Name oder Begriff fällt. Gewitzt, teils bösartig, knatternd, dann wieder ganz lieb und rührend. Zwischen den Gedichten, bei den Kapitelwechseln, sind farbige Kreidezeichnungen des Autors abgedruckt. Dazu ein Lesebändchen – also auch ein schönes Buch.